Eine andere Welt Glauben & verschenken

Sein Wesen ist unsere Vision 

Ich kann dabei mitmachen, indem ich hinhöre und wahrnehme. Und ich kann dabei mitmachen, indem ich mich von Jesus inspirieren lasse.  

Woher unsere Vision kommt 

Auf dem kleinen Flyern zu unserer Vision heißt es: „Unsere Mitte ist Jesus. Und sein Wesen ist unsere Vision.“  Und weiter:  „Wir sind eine Bewegung in Beziehung. Mit Blick auf Gott und die Menschen.“ 

Unsere Vision kommt nicht von irgendwoher. Sie kommt aus einer aufmerksamen Beobachtung –  von dieser Welt und der Anderswelt, von dem was ist und was sein könnte,  unserer Geschichte und Gottes Geschichte.  Sie hat uns als Menschen im Blick und schaut auf Gottes Wirklichkeit.   
Und diese Wirklichkeit zeigt sich in diesem einen Menschen, in Jesus von Nazareth, in besonderer Weise. Sein Wesen ist darum unsere Vision

Eine Geschichte über Jesu Wesen

Eine Geschichte, die in besonders dichter Weise von seinem Wesen erzählt, ist diese hier. Ihr könnt sie nachlesen in der Bibel, im sogenannten Johannesvangelium, im 13. Kapitel. (vgl. BigS & BasisBibel)

Es war kurz vor dem Passahfest. Dem großen jüdischen Fest, dass im Frühjahr gefeiert wird, um an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten zu erinnern. 
Jesus war mit seinen seine Schülerinnen und Schüler zusammen. Sie saßen beim Essen. Vermutlich eine fröhliche Runde. Sie redeten, erzählten und ließen es sich schmecken.
Plötzlich stand Jesus auf, zog seinen Mantel aus und band sich ein Tuch als Schürze um.Er nahm sich eine Schüssel und griff nach einem Krug Wasser. Das Wasser goss er in die Schüssel und machte sich daran seinen Schülerinnen und Schülern die Füße zu waschen. Seine Schürze benutzte er dabei als Handtuch, mit der er ihre Füße trocknete.

Sich vorm Essen die Füße zu waschen, war damals Gang und Gebe. Die Menschen trugen Sandalen. Die Füße waren dreckig vom Staub der Straße. So auch die Füße von Jesus und seinen Schülerinnen und Schülern. 
Es war normal, dass der Gastgeber eines Essen seine Diener dies machen ließ. Aber er tat es nicht selbst. Noch viel weniger tat es das Gast selbst.
Und erst recht nicht so ein angesehener Lehrer und Gast wie Jesus es war.

Und so regte sich langsam Widerstand.Erstaunte und fragende Gesichter machten sich breit. 
Sein Schüler Petrus war der erste der widersprach: „Herr, Meister, Rabbi, Lehrer…, du willst mir die Füße waschen?“ 
Jesusantwortete: „Das verstehst du jetzt noch nicht, aber du wirst das später mal verstehen.“ 

Das überzeugte Petrus nicht. Zu sehrwar das gegen die Normund die vorherrschenden Gepflogenheiten. 
Zu sehr war es für ihn eine Umkehrung der Verhältnisse.
Eine Gegenbewegung zum Trend, die er noch nicht begreifenkonnte.
Noch verstander das neuen Bild, das Jesus hier malte, nicht. 
Die Verwandlunghatte ihn noch nicht erreicht. 
Und so erwiderte er: „Nie und nimmer sollst du mir die Füße waschen!“

Doch nachdem Jesus seinen Schülerinnen und Schülern die Füße gewaschen hatte, stellt er die Schüssel beiseite, legte die Schürze ab und zog den Mantel wieder an. Er gesellte sich wieder zu ihnen und fragte sie: 

Begreift ihr, was ich für euch getan habe? 
Ihr nennt mich Lehrer und Herr. Und ihr habt recht: Das bin ich nämlich. 
Ich hab euch die Füße gewaschen – ich, der Herr und Lehrer. Also sollt auch ihr einander die Füße waschen. 
Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben. Ihr sollt euch gegenseitig tun, was ich für euch getan habe. … 
Glücklich seid ihr, wenn ihr auch so handelt.
(Johannesevangelium 13, 13ff, BigS & BasisBibel)

Jesu Beispiel zeigt, was unsere Vision beschreibt

Im Beispiel von Jesus sehe ich das, was wir in unserer Vision beschreiben: Klein ist groß. Arm ist reich. Friedfertigkeit ist Stärke. Demut ist Mut.
Hier entdecke ich, die andere Welt von der ich manchmal träume, die ich manchmal atmen höre. Hier sehe ich sie aufsprießen.
Das ist genau die Umkehrung der Verhältnisse, von der ich manchmal träume. Die Gegenbewegung zum Trend. Die Umwertung der Werte. 
Das ist ein neues Bild. Widerspruch. Verwandlung. 

Seinen Auftrag haben wir in unsere Vision geschrieben

Den Auftrag seine Schüler*innen haben wir in unsere Vision geschrieben.
Und im Auftrag an seine Schülerinnen und Schüler, höre ich, was wir uns in unserer Vision auf die Fahnen geschrieben haben: Menschen dienen. Einander dienen. Geben, was wir haben. Teilen, was wir lieben.
Hier ist die Spur gelegt, der ich folgen kann. Hier kann ich mitmachen! Und dadurch dass ich mitmache, eine andere Welt verschenken. 

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